Barrierefreiheit

Accessibility Checker (WCAG)

Prüfe deine Seite auf Barrierefreiheitsprobleme nach WCAG 2.1 – alt-Texte, ARIA, Formulare, Kontrast-Hinweise und mehr. Lokal ausgewertet.

Barrierefreiheit

Barrierefreiheit strukturiert testen

Die Analyse geht Kriterium für Kriterium durch: Alternativtexte, ARIA-Attribute, Formular-Labels, Sprachangabe und Landmark-Struktur – mit Fundstelle je Hinweis.

Bereit
Abruf über den Serponado-Proxy – kein Tracking, keine Speicherung.

Praxiswissen

Barrierefreiheit mit dem größten Hebel zuerst

Automatische Prüfungen finden erfahrungsgemäß nur einen Teil aller Barrieren – aber genau den Teil, der sich am schnellsten beheben lässt. Beginne mit Alternativtexten: Sie helfen Screenreader-Nutzern und sind gleichzeitig ein SEO-Faktor. Danach Formulare, denn ein Eingabefeld ohne programmatisch verknüpftes Label ist für assistive Technologien schlicht unsichtbar. Die Sprachangabe im html-Element sorgt dafür, dass Vorlesestimmen die richtige Aussprache wählen.

Unterschätzt wird die Landmark-Struktur: main, nav, header und footer geben Screenreader-Nutzern eine Sprungnavigation durch die Seite – ganz ohne sichtbare Änderung am Design. Ergänze die automatische Prüfung um zwei manuelle Tests, die kein Tool ersetzen kann: einmal die komplette Seite nur mit der Tastatur bedienen (kommt man überall hin, sieht man immer den Fokus?) und einmal mit 200 Prozent Zoom laden. Seit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz ist das für viele Anbieter ohnehin Pflicht – der Checker liefert dir die priorisierte Startliste.

Was ist WCAG 2.1?

WCAG steht für Web Content Accessibility Guidelines. Die Version 2.1 Stufe AA ist der internationale Standard für barrierefreie Webinhalte und seit 2025 in der EU für viele Websites gesetzlich vorgeschrieben (European Accessibility Act).

Welche Prüfungen macht das Tool?

Das Tool prüft: Bilder ohne alt-Text, leere Links und Buttons, Formularfelder ohne Label, fehlende ARIA-Referenzen, Skip-Link, Viewport-Einschränkungen, Überschriften-Hierarchie, Sprach-Attribut, Kontrast-Hinweise und interaktive Elemente ohne Tastaturzugänglichkeit.

Ersetzt das Tool ein vollständiges WCAG-Audit?

Nein. Ein automatischer Checker findet etwa 30–40% aller Barrierefreiheitsprobleme. Viele WCAG-Kriterien erfordern menschliche Bewertung (z.B. ob ein alt-Text inhaltlich korrekt ist). Das Tool ist ein erster Schritt.

Werden Daten gespeichert?

Nein. Der Abruf läuft über den Serponado-Proxy ohne Drittanbieter. Die Analyse erfolgt vollständig lokal im Browser.

Einordnung

Was ein automatischer Check leisten kann – und was nicht

Automatik findet Muster, Menschen finden Bedienbarkeit.

Automatisierte Prüfungen erkennen nach gängigen Untersuchungen nur etwa ein Drittel bis die Hälfte aller Barrieren zuverlässig: fehlende Alt-Texte, leere Links und Buttons, fehlende Formular-Labels, zu geringe Kontraste, fehlende Sprach-Attribute. Genau diese Muster prüft dieses Tool – und sie sind zugleich die häufigsten und am schnellsten behebbaren Probleme.

Was keine Automatik beurteilen kann: ob die Tastaturbedienung vollständig funktioniert, ob Fokus-Reihenfolgen logisch sind, ob Alt-Texte inhaltlich sinnvoll (statt nur vorhanden) sind und ob Überschriften die Seite wirklich sinnvoll gliedern. Plane dafür einen kurzen manuellen Durchgang ein: einmal die komplette Seite nur mit der Tab-Taste bedienen deckt erstaunlich viel auf.

Rechtlich relevant: Mit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) gilt seit Juni 2025 für viele Online-Shops und Dienstleistungen eine Pflicht zur Barrierefreiheit. Der Check hier ersetzt kein BFSG-Audit, liefert aber die technische Grundlage, um die gröbsten Verstöße vorab zu beseitigen.